























U.A.W.G. – BRIEFE AUS DEM LOCKDOWN
Januar 2021. Es ist fast so still wie zu Beginn der Pandemie, als wir fassungslos und fasziniert in den Himmel schauten und sahen außer Wolken: Nichts. Kein Flugzeug weit und breit, die Welt steht still. Man bleibt jetzt Zuhause, richtet sich ein im Lockdown. Die Kommunikation mit der Außenwelt hat sich auf digitale Kanäle verschoben und wird immer eintöniger. Emails wie Telefonate ähneln sich im Inhalt oder bleiben ganz aus. Zeit etwas zu unternehmen, am Besten mit den Mitteln der Kunst. Da ich ohnehin in schwungvollen Schreibgesten oft über Stunden und Tage in Hefte hineinmale, mit Pinseln, die allein durch ihre ungewöhnlichen Formen Kürzel erzeugen, die an eine Schnell- oder Geheimschrift denken lassen, liegt die Idee, unleserliche Briefe zu schreiben und mit der Bitte um Antwort zu verschicken, plötzlich auf der Hand. Zunächst einer in Blau, später vielleicht einer in Rot für den Fall, dass ich Antworten auf die rund 120 verschickten Briefe erhalte …